LernBro ist eine Schweizer Lernplattform nach Lehrplan 21 für die Klassen 1 bis 9 — gebaut für Kinder mit ADHS. Diese Seite ist für Sie: schulische Heilpädagoginnen, IF-Lehrpersonen, Schulleitungen, Therapiestellen.
Nicht am Stoff. An dem, was zwischen Kind und Stoff steht.
Sie kennen die Kinder, um die es geht. Sie können den Stoff. Sie scheitern an drei Stellen, die mit Rechnen und Lesen nichts zu tun haben:
Die meisten Lernplattformen setzen genau dort an, wo diese Kinder schon ausgestiegen sind. LernBro setzt davor an.
Jedes davon ist eine Entscheidung, keine Funktion.
Bei einer falschen Antwort erscheint nicht nur «leider falsch». Das Kind bekommt in drei Stufen einen Anstoss, dann die ersten Schritte, dann den ganzen Lösungsweg mit der Begründung, warum die richtige Antwort richtig ist — ohne dass es einen Knopf drücken muss. Das ist der Punkt: Ein Hilfeknopf verlangt genau die Initiative, die bei ADHS fehlt.
Die Forschung ist hier eindeutig. In der Metaanalyse von van der Kleij, Feskens und Eggen (2015) bringt reines Richtig-falsch-Feedback eine Effektstärke von d = 0.05 — praktisch nichts. Erklärendes Feedback bringt d = 0.49. Bei 26'994 der 28'917 Aufgaben liegt ein solcher Lösungsweg vor.
Was ein Kind falsch hatte, kommt am nächsten Tag wieder. Was zweimal sass, erst in vier Tagen, dann in zehn, dann in fünfundzwanzig. Nie am selben Tag zweimal, und nie mehr als rund ein Drittel einer Runde. Verteiltes Üben gehört zu den am besten belegten Lernmethoden überhaupt (Cepeda, Pashler, Vul, Wixted & Rohrer 2006, 254 Vergleiche; Dunlosky et al. 2013 stufen es als hoch wirksam ein).
Alle 28'917 Aufgaben haben einen eigenen, von Hand geschriebenen Vorlesetext — nicht die Frage, wie sie dasteht, sondern wie man sie sagt. «Wie viel ist ¾ von 20?» wird zu «Wie viel ist drei Viertel von zwanzig?». Für Kinder, bei denen zusätzlich eine Lese-Rechtschreib-Störung vorliegt, entscheidet das darüber, ob die Aufgabe überhaupt zugänglich ist.
Unter jedem der 2077 Themen steht ein Satz, der sagt, wo man das später konkret braucht — mit einem Schweizer Lehrberuf und einer Tätigkeit, nicht mit «das brauchst du später mal». Ab der 7. Klasse mit der richtigen Berufsbezeichnung, weil dann die Lehrstellenwahl ansteht.
Beispiel, Deutsch 8. Klasse: «Zeichnerinnen EFZ lesen Baubeschrieb und Normen, bevor sie den ersten Strich setzen. Ein überlesener Satz kostet später einen ganzen Plan.» — 2077 Themen, 2077 verschiedene Sätze.
Nachgezählt in den Inhaltsdateien, nicht geschätzt.
Deutsch, Mathematik, Geometrie, NMG, Natur & Technik, Geografie, Geschichte, Englisch, Französisch, Musik, Medien & Informatik.
Die 40 Formate gehen deutlich über Multiple Choice hinaus: Zuordnen, Reihenfolgen legen, auf Bildern markieren, Zahlenstrahl setzen, Bausteine zu einem Satz legen, Klänge unterscheiden, mehrschrittiges Rechnen, freie Begründungen. Das ist kein Selbstzweck — ein Kind, das sich nach vier Minuten langweilt, braucht Wechsel, nicht die nächste gleiche Frage.
Der Teil, den andere Anbieter nicht hinschreiben.
Die Themen in Mathematik und Geometrie sind einzelnen Kompetenzstufen des Lehrplans 21 zugeordnet. 453 Zuordnungen, jede maschinell geprüft: Gibt es den Kompetenzcode wörtlich im Lehrplan, und passt der Zyklus zur Klasse? Eine Kompetenz aus Zyklus 3 an einem Thema der 4. Klasse ist falsch, auch wenn der Code existiert.
| Ergebnis | Anzahl |
|---|---|
| Code geprüft, Zyklus stimmt | 410 |
| bewusst ohne Code (gemischte Trainings) | 43 |
| durchgefallen | 0 |
Und jetzt der ehrliche Teil. Bei 34 dieser Zuordnungen ist offen, ob es wirklich die richtige Kompetenz ist. Eine Maschine kann prüfen, ob ein Code existiert und in den Zyklus passt — ob er inhaltlich trifft, kann nur jemand beurteilen, der den Lehrplan unterrichtet.
Diese 34 liegen als Bogen bereit, mit dem Kompetenztext im Wortlaut und der Begründung, warum sie unsicher sind. Wenn Sie ihn gegenlesen wollen, schicken wir ihn Ihnen. Zwanzig bis dreissig Minuten. Wir schreiben das hier hin, weil eine Fachperson merkt, wenn eine Plattform tut, als sei alles geklärt.
Das ist keine fehlende Funktion. Das ist die Entscheidung.
Es gibt kein Lehrpersonen-Dashboard. Keine Klassenauswertung, keine Namenliste, keine Meldung, welches Kind bei den Brüchen hängt. Die Schule kauft Zugang — nicht Einsicht.
Das ist unbequem, und wir wissen es. Ein Dashboard wäre für Sie fachlich wertvoll. Es hätte aber eine Folge: LernBro würde damit Daten von Kindern für Dritte auswerten. Dann bräuchte es einen Auftragsbearbeitungsvertrag, eine Elterninformation und eine belastbare Grundlage für jede einzelne Auswertung. Wir haben uns dagegen entschieden, solange wir das nicht sauber aufsetzen können.
Praktisch heisst das für Sie: Sie müssen für LernBro nichts regeln, was Sie nicht ohnehin regeln. Ob Ihre Gemeinde trotzdem etwas verlangt, sagt Ihnen Ihre Schulleitung oder die kantonale Datenschutzstelle — das behaupten wir nicht.
Was ohnehin gilt: Server in der Schweiz, keine Werbung, kein Tracking durch Dritte, keine fremden Schriften oder Skripte, kein Weiterverkauf von Daten. Eltern können alle Daten ihres Kindes einsehen, herunterladen und löschen. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Im Pilotjahr nichts. Danach ein Preis, keine Stufen, keine Zusatzmodule.
Damit Sie es einordnen können — alle Zahlen von den Anbieterseiten, abgerufen am 10. August 2026:
| Angebot | pro Kind und Schuljahr |
|---|---|
| Lernpass plus (Sek I, adaptiv) | CHF 39.95 |
| Lernlupe (Primar 3–6, adaptiv) | CHF 29.95 |
| LernBro, 11 Fächer, Klasse 1–9 | CHF 20.00 |
| profaxonline-Flatrate (nach Schulgrösse) | CHF 5 – 12 |
| LMVZ-Fachlizenzen (ein Fach) | CHF 6.80 – 10.80 |
| appolino SCHOOL | CHF 7.00 |
Die unteren drei decken je ein Fach oder einen Bereich ab, die oberen zwei sind adaptive Förder- und Beurteilungsplattformen für eine Stufe. LernBro liegt dazwischen: mehr Umfang als ein Fachlehrmittel, aber ohne Beurteilungsfunktion und ohne Referenzschulen.
Die Vergleichszahlen oben sind die heutigen Preise der anderen Anbieter. LernBro kostet im Pilotjahr nichts; die CHF 20 gelten ab dem 1. Januar 2027.
Familien, die LernBro privat nutzen, zahlen zurzeit ebenfalls nichts — die Plattform ist bis zum 1. Januar 2027 offen und gratis. Was sie danach für Familien kostet, steht noch nicht fest. Dass eine Schule pro Kind weniger zahlen wird als eine Familie, hat einen einfachen Grund: eine Bestellung statt zwanzig, eine Rechnung statt zwanzig, und keine Betreuung einzelner Familien.
Damit Sie es von uns hören und nicht in Woche drei selbst merken.
Wenn eine dieser Lücken für Sie ein Ausschlusskriterium ist, sagen Sie es uns bitte im Gespräch. Wir bauen lieber das, was in Ihrem Schulhaus fehlt, als das, was wir uns am Schreibtisch ausdenken.
Kein Formular, kein Verkaufsgespräch.
Schreiben Sie uns, was Sie brauchen — wie viele Kinder, welche Stufe, ab wann. Wir richten die Zugänge ein und melden uns mit dem Nötigen. Wenn Sie zuerst nur schauen wollen: die Plattform ist offen, Sie können sich durchklicken, ohne etwas anzugeben.
info@lernbro.ch Plattform anschauen
Und wenn Sie nichts kaufen, aber den LP21-Bogen gegenlesen würden: schreiben Sie uns trotzdem. Das hilft allen Kindern, die LernBro nutzen, mehr als eine Bestellung.